Kickboxen als Ganzkörpertraining

Kickboxen – mehr als Kampfsport

Beim Kickboxen handelt es sich um eine dynamische, wettkampforientierte Kampfsportart, die ihren Ursprung in Fernost hat. Beim Kickboxen werden mehrere Kampfsportarten miteinander vereint. Dazu gehören zum Beispiel Boxen oder Taekwondo. Kickboxen ist für jeden geeignet. Das Alter oder die Fitness spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Kondition und Körperbeherrschung steigern

Entgegen landläufiger Meinung ist Kickboxen nicht gefährlich, denn Tritttechniken oder Schläge werden durch Boxhandschuhe, eine Kopfstütze und Schienbeinschützer abgefedert. Ernsthafte Verletzungen sind damit so gut wie ausgeschlossen. Zum Kickboxen gehört, wie zu jeder Kampfsportart, eine gute Kondition und vor allem Körperbeherrschung.

Wer im Kickboxen erfolgreich sein möchte, muss selbstverständlich regelmäßig trainieren. Vor allem durch ständige Wiederholungen der speziellen Techniken beim Kickboxen wird Schnelligkeit aufgebaut und Präzision erlernt. Ziel ist dabei nicht, Weltmeister zu werden, sondern seine eigene Kondition zu verbessern.

Beim Kickboxen wird eine Vielfalt an körperlicher Fitness gesteigert. Dazu gehören unter anderem Beweglichkeit und Ausdauer aber auch Kraft und Schnelligkeit. Gleichzeitig verbessert Kickboxen charakterliche Eigenschaften wie Mut und Willenskraft, Selbstvertrauen, Fairness und Disziplin.

Sehen Sie im folgenden Video den Unterschied zwischen Boxen, Kickboxen und Thaiboxen. Credit: Youtube/ TPS Training

Entstehung vom Kickboxen

Kickboxen ist wohl das einzige Positive, was aus dem Vietnamkrieg entstanden ist. Die amerikanischen GIs, die in Thailand stationiert waren, haben dort das Thaiboxen kennengelernt. Thaiboxen ist die ursprüngliche Form des chinesischen Kung-Fus. Kickboxen hat viel Ähnlichkeit damit, allerdings ohne die Knie- und Ellenbogentechniken des Thaiboxens. Dazu kommt, dass beim Kickboxen die Hände und Füße mit einer Schutzausrüstung bedeckt sind.

Kickboxen als Wettkampfdisziplin

Kampfsport gilt allgemein als einer der ältesten Sportarten auf der Welt. Nachweislich gab es in Ägypten schon vor 5000 Jahren Boxveranstaltungen. So ist es auch verständlich, dass Boxen und Ringen zu den ersten olympischen Disziplinen im alten Griechenland zählten. Zum Teil liegt das sicher auch daran, dass Kampf und auch Aggression in unseren Genen fest verankert ist. Sport ist deshalb ein guter Ausgleich, um Aggressionen abzubauen.

Bruce Lee Statue vor Hongkong

Es gibt zahlreiche Idole, die sich dem Kampfsport verschrieben haben. Dazu gehören zum Beispiel Bruce Lee, Chuck Norris oder Jackie Chan. Der Kampfsport hat sich in verschiedene Richtungen entwickelt. Kickboxen ist nur eine Variante davon. Seit 1974 gibt es Kickboxen als Wettkampfdisziplin in Europa und es findet seit dem immer mehr Anhänger.

Disziplinen beim Kickboxen

Kickboxen ist noch eine relativ junge Sportart ohne lange Traditionen. Trotzdem hat sich der Sport in den letzten Jahren gewandelt und es haben sich drei grundlegende Stile etabliert.
Dazu gehören

– der Vollkontakt,
– der Leichtkontakt und
– Semikontakt.

So findet jeder Interessierte am Kickboxen genau die Variante, die zu seiner Leistungsfähigkeit und seinen Interessen passt.
Bei dieser Kampfsportart gibt es nicht nur Wettkämpfe, sondern der Sportler kann seine Leistungsfähigkeit auch durch Gurtprüfungen nachweisen.

Der Gurt für die Anfänger ist weiß, während der schwarze Gurt der Meisterklasse, dem Dan, entspricht. Insgesamt sind vier verschiedene Dan möglich, die entweder durch Prüfungen nachgewiesen oder an langjährige Trainer und erfolgreiche Kämpfer verliehen werden.