Kitesurfen als trendige Sportart

Für Außenstehende sieht Kitesurfen ganz einfach aus. Aber stellen Sie sich selber einmal auf das Brett, werden Sie schnell merken, dass dieser Sport alles andere als einfach ist. Aber er macht Spaß und ist im Moment voll im Trend. Wir verraten Ihnen, was Sie dazu alles wissen sollten.

Erst die Theorie, dann das Vergnügen

Bevor Sie auf das Brett steigen, sollten Sie erst einmal eine Runde Theorie hinter sich bringen. Danach geht es immer noch nicht gleich auf Wasser, denn zuerst müssen Sie den richtigen Umgang mit dem Kite lernen. Als Kite wird der Lenkdrachen bezeichnet. Wenn es dann endlich ins Wasser geht, sollten Sie allerdings über ein wenig Durchhaltevermögen verfügen.

So ganz einfach lässt sich der Lenkdrachen nämlich nicht bedienen. Trotzdem ist Kitesurfen bedeutend einfacher zu erlernen als Windsurfen. Mit ein klein wenig Talent werden Sie schon am ersten Kurstag ein paar Meter über die Wellen gleiten können.

Bringen Sie Zeit mit

Natürlich kann jeder, der es gern möchte, Kitesurfen lernen. Eine Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie mehr als 40 Kilogramm wiegen. Leichtgewichte könnten schnell vom Wind davongetragen werden. Das Alter dagegen spielt überhaupt keine Rolle, egal ob sie 15 oder 80 Jahre alt sind. Hauptsache Sie haben Spaß am Wasser und am Wind.

Nach einem einzigen Kurstag sind Sie allerdings noch kein Profi, Sie wissen lediglich, wie Sie sich auf dem Kite halten können. Nun sollten Sie kräftig üben und vielleicht einen längeren Kurs für Kitsurfen belegen, um die richtige Technik zu erlernen. Lassen Sie sich nicht unterkriegen, wenn Sie am Anfang häufig im Wasser landen. Kitesurfen ist nichts, was sich an einem Tag erlernen lässt.

Die richtige Bekleidung für Anfänger

Der Fokus beim Kitesurfen, auch Kiteboarden oder Lenkdrachensegeln genannt, liegt auf der Kleidung, auch Trapez genannt. Es gibt zwei verschiedene Varianten, das Hüfttrapez und das Sitztrapez. Welche Variante für Sie am besten geeignet ist, lässt sich nur durch Ausprobieren herausfinden. In den meisten Fällen wird gerade Anfängern das Sitztrapez empfohlen. Das hat einen guten Grund, denn gerade am Anfang werden Ihre Versuche auf dem Brett zu stehen oft im stehtiefen Wasser enden.

Verwenden Sie dabei schon ein Hüfttrapez, kann es durchaus sein, dass es immer weiter in Richtung Brust wandert, vor allem dann, wenn es Ihnen nicht zu 100 % passt. Die Folge davon ist, dass Sie sich kaum noch richtig bewegen können. Ein Sitztrapez dagegen wird wie eine Hose angezogen und kann nicht weiter nach oben rutschen.

Das passende Kiteboard finden

Auch beim Kiteboard gibt es wieder zwei verschiedene Typen. Unterschieden wird zwischen Twintip und Directional. Dazu kommen noch die Bidis, mit denen Sie in beide Richtungen fahren können, ohne dabei die Fußstellung zu verändern. Directionals können als Raceboard oder Leichtwindbrett verwendet werden. Am häufigsten werden sie allerdings für die Wellen verwendet. Die Empfehlung für Anfänger geht in Richtung Twintip.

Außerdem sollte das Kiteboard für Anfänger etwas größer sein, jedenfalls so lange, bis Sie sicher in die Höhe fahren können. Danach werden die Boards von den meisten Surfern gegen kleinere und dadurch wendigere Boards ausgetauscht. Das erste Kiteboard können Sie später immer noch als Leichtwindboard verwenden. Sie erhöhen damit die Wingrange Ihrer Ausrüstung. Die Größe Ihres Kiteboards richtet sich nach Ihrem Gewicht. Wiegen Sie zum Beispiel rund 85 kg, dürfte ein Kiteboard mit den Maßen 162 × 46 cm passend für Sie sein.

Die großen Kiteboards werden von Profis ganz abfällig als Klotür bezeichnet. Aber ganz sicher haben sie gerade für Anfänger ihre Berechtigung. Auf dem Door, so die offizielle Bezeichnung, lernen Sie auf jeden Fall leichter als auf einem kleinen, wackligen Board.

Ein tolles Video für den Beginner haben wir auf youtube gefunden, und möchten dies nicht vorenthalten.

Credit: Youtube / Kitemobile TV

Kiteboards für verschiedene Disziplinen

Kitesurfen beinhaltet viele verschiedene Disziplinen. Für jede Disziplin gibt es ein unterschiedliches Kiteboard. Dazu gehören unter anderem Freestyle, Freeride, Wakestyle und Race Kites. Allerdings sollten Sie sich erst dann spezialisieren, wenn Sie sicher auf dem Brett stehen und sich damit bewegen können. Für den Anfang genügt ein Freeride Kite.

Falls Sie erst einmal ein gebrauchtes Anfänger Kite erwerben möchten, sollten Sie darauf achten, dass es nicht älter als fünf Jahre ist. Selbst ein noch so günstiger Preis lohnt sich bei einem älteren Brett nicht. Außerdem ist es am besten, wenn Sie zu Ihrem Kiteboard auch eine Original Bar kaufen. Es ist zwar möglich verschiedene Marken zusammenzubringen, aber gerade für Anfänger ist es besser, wenn alle Teile perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Welches Kiteboard soll es sein?

Als Anfänger ohne Erfahrung werden Sie sich vielleicht darauf verlassen, was Ihr Kitelehrer erzählt oder welche Kiteboard Modelle von Ihren Freunden benutzt werden. Generell ist es eigentlich egal, für welche Marke Sie sich entscheiden, wichtig ist lediglich, dass Sie sich gut fühlen, damit Sie viel Spaß an dieser Trendsportart haben.